Gedanken zum Naturschutz

Auslandssemester Neuseeland

                                                                                Juli 2012

Naturschutz in Neuseeland

Ein spannender Teil dieses Studiums ist die Möglichkeit verschiedene Strategien und Schwerpunkte im Naturschutz kennen lernen zu können.  Da sich die Flora und Fauna Neuseelands sehr stark von der Deutschlands unterscheidet, sind auch die Herausforderungen und Lösungsansätze im Bereich des Naturschutzes andere.

Bis ins 13. Jahrhundert war Neuseeland unbesiedelt, so dass sich Pflanzen und Tiere lange Zeit isoliert entwickeln konnten. Es gibt eine beeindruckende Vielzahl sogenannter endemischer Arten, die an keinem anderen Ort der Erde leben. Besonders bekannt sind die verschiedenen Vogelarten wie Kiwi, Kea, Kaka oder Kakapo, die mensch allesamt nur hier bestaunen kann.  


Kaka - eine Papageien Art, die es nur in Neuseeland gibt.

Im Gegensatz dazu gibt es als einzige Vertreter der Säugetiere nur drei Fledermausarten. Doch seit der Besiedlung Neuseelands zunächst durch die Maori im 13. Jahrhundert und später durch Europäer im 19. Jahrhundert wurden viele Tier- und Pflanzenarten eingeschleppt, die eine große Bedrohung für die endemischen Arten darstellen. Die Bekämpfung der Ausbreitung eingeschleppter Arten, allen voran Ratten, Katzen und Possums, ist absolute Priorität bei den Naturschutzbemühungen Neuseelands.

Dabei setzen Naturschutzinstitutionen vor allem darauf bedrohte Arten auf rattenfreie Inseln umzusiedeln und dort überlebensfähige Populationen zu etablieren. Dabei sind neuseeländische Naturschützer bereit sehr stark in die "Natur" einzugreifen.  Zur Rettung des Kiwi  wurde zum Beispiel das erste Gelege von Weibchen weggenommen, welches daraufhin ein weiteres Gelege legt und die Eier ausbrütet, während das erste Gelege künstlich ausgebrütet wird und die Jungen aufgezogen werden bis sie über ein Kilogramm schwer sind und nicht mehr Opfer von Nagetieren werden können.

Besonders umstritten ist der Einsatz des Giftes 1080, welches benutzt wird, um eingeschleppte Arten zu kontrollieren. Gegner dieses Giftes kreiden den großflächigen Einsatz des Giftes in Naturschutzgebieten an und zeigen auf, dass auch andere Arten, wie zum Beispiel der Kea oder Rehe daran sterben. Außerdem dauert es mehrere Tage bis die Tiere nach der Einnahme des Giftes tatsächlich sterben. Auf der anderen Seite wird argumentiert, dass es die wirtschaftlich effektivste Möglichkeit ist, die eingeschleppten Arten zu kontrollieren, weil es billig ist, per Flugzeug großflächig verteilt werden kann, sich in Wasser schnell zersetzt und nachgewiesener Weise zur Erholung bedrohter Tier- und Pflanzenpopulation beiträgt. Von Naturschützern wird das Gift 1080 deswegen als "notwendiges Übel" bezeichnet.



Warnung beim Eingang in ein Naturschutzgebiet



5. Mai 2012

 

In der Bildergalerie (links in dem Reiter unter Neuseeland ) gibt es jetzt Fotos von den tierischen Bewohnern unseres kleinen Bauernhofes, Fotos von meiner Osterreise und auch von den Herr der Ringe Drehorten, die ich mir angeschaut habe.


4. April 2012


Morgendlicher Berufsverkehr auf dem Weg zur Uni






1. April 2012

Zum Meer

Und dann ging es ab ans Meer nach Kaikoura.





Wir waren perfekt aufs Zelten vorbereitet, bis wir bemerkten, dass die Zeltstangen fehlen - unsere kreative Lösung.




das Puhi-Puhi Tal



So jetzt kommen die fünfhundert Robbenfotos:
Babyrobben beim Planschen im Pool.




Babyrobben beim Planschen im Fluss.




Große Robben beim Schlafen.








28. März 2012

Arthur's Pass

Ta ta ... endlich hier ist sie ... unsere neue Wegbegleiterin! Wir haben sie liebevoll Schlumpfine genannt.





Und so ging es zu unserem ersten Wochenendausflug, vorbei an Castle Hill, auch Drehort für 'Herr der Ringe' ...





... in die Südalpen, wo es auch Kiwis geben soll.




Doch statt von einem Kiwi, wurden wir von einem Kea, einem Bergpapagei begrüßt, der es anscheinend sehr genoss sich von Touris fotografieren zu lassen und dafür auf etwas Essbares hoffte.





Moas hingegen sind schon längst ausgestorben und dies ist nur eine Nachbildung.




... da schlägt das Herz eingefleischter Biologen höher ...




Wir nähern uns dem Berggipfel vorbei an einer Art Moorlandschaft.





 21. März 2012

 

Kia Ora!
Nun sind schon vier Wochen vergangen, seitdem ich Neuseeland für einige Zeit mein neues zu Hause nenne. Ich mag gerne ein paar Fotos mit euch teilen und reaktiviere dafür diese Seite, um nicht meine Seele an Facebook verkaufen zu müssen .


Zunächst ein kleiner Eindruck vom Campus der Uni mit dem Bibliotheksgebäude.




Das Zentrum von Christchurch ist aufgrund der Einsturzgefahr der Gebäude nicht mehr betretbar. Ich fand, dass eine sehr eigenartige Stimmung über der Stadt lag, so als ob ihr das Herz fehlen würde.

Aber es war auch schön zu sehen, dass das Leben weiter geht ... in Gemeinschaftsaktionen wird Schutt weggeschafft und Kunst- oder Pflanzenprojekte gestartet. In der "Kontainer-Stadt" direkt neben dem Absperrzaun haben sich Geschäfte und Cafés in bunt-bemalten Kontainern niedergelassen.

Dank einer englischen Siedlerfamilie gibt es Mitten in der Stadt ein Stück Urwald - Riccarton Bush. Dies sind Überreste der Flussauenlandschaft, die ursprünglich für die Canterburry-Ebene so charakteristisch war.


Um diesen sechs Hektar großen Wald wurde vor einigen Jahren ein Zaun gebaut, um alle Räuber, die es ursprünglich in Neuseeland nicht gab (Nagetiere, Katzen, Waschbären etc.) fernzuhalten und der "natürlichen" Flora und Fauna die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. Seit ein paar Monaten werden dort auch Kiwis (flugunfähiger Vogel und Nationalsymbol des Landes) gezüchtet. Die sind aber nachtaktiv ...